Irgendwann kommt sie bei uns (leider) jedes Jahr: die letzte Ausfahrt. Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und die Straßen sind morgens oft schon nass und kalt. Für viele Oldtimerbesitzer beginnt damit die Winterpause.
Wobei das längst nicht für alle gilt. Manche lassen sich auch im Winter nicht vom Fahren abhalten und genießen ihren Klassiker bei trockenem Wetter und Sonnenschein. Andere, so wie wir, verabschieden ihre Fahrzeuge lieber für ein paar Monate in die Garage. Nicht aus mangelnder Lust am Fahren, sondern weil wir Wasser, Kälte und Salz scheuen. Zugegeben, beides hat seinen Reiz!
Handhabt man es wie wir, hat die letzte Ausfahrt etwas Besonderes. Vielleicht ist es noch einmal eine schöne Strecke über die Landstraße, ein kurzer Abstecher ins Grüne oder einfach eine Runde ohne bestimmtes Ziel. Man genießt die moderaten Temperaturen, die vertrauten Geräusche und vielleicht auch ein bisschen das Wissen, dass das Auto jetzt erst einmal einige Zeit stehen wird.
Danach wird es Zeit für ein wenig Pflege. Das Fahrzeug gründlich reinigen, den Innenraum trocknen, Flüssigkeiten kontrollieren und den Stellplatz vorbereiten. Wer seinen Klassiker einlagert, sollte sich ein paar Gedanken machen, damit im Frühjahr alles wieder bereitsteht. Bei uns heißt das auch, die „Winterprojekte“ zu planen – denn Verbesserungen oder Instandhaltungen, die über den Sommer aufgeschoben wurden, sind jetzt fällig.
Ob Winterfahrer oder Garagen-Einmoter: Entscheidend ist doch, dass wir Freude an unseren Oldtimern haben. Und manchmal gehört eben auch die Vorfreude auf die erste Ausfahrt im Frühjahr zum schönsten Teil des Hobbys.